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„Was eine wahnsinnige Organisation“

Eichstätterinnen begleiten „Geschenk mit Herz“-Verteilung in Rumänien

von Sebastian Zausch

Seit sieben Jahren stellt sich Sonja Besendörfer aus Eichstätt als Sammelstelle für „Geschenk mit Herz“ zur Verfügung. Jetzt wollte sie sich selber ein Bild davon machen, wer denn die Päckchen unserer humedica-Weihnachtsaktion bekommt. Zusammen mit ihrer Tochter Anika Pfuhler machte sie sich deswegen auf die lange Reise nach Rumänien und half dort bei der Verteilung der Packerl mit.

„Ich habe damals im Radio von der Aktion gehört und war sofort begeistert“, erzählt Sonja Besendörfer im Gespräch. Vor sieben Jahren meldete sie sich deshalb als Sammelstelle. Im ersten Jahr kamen immerhin 33 Päckchen für bedürftige Kinder zusammen, zuletzt waren es 182. „Ich habe mich immer gut mit den Fahrern verstanden, die unsere Päckchen abgeholt haben“, führt die Eichstätterin weiter aus. „Weil ich die Aktion wirklich in all ihren Facetten spannend fand, war schnell klar, dass ich gerne auch mal bei einer Verteilung dabei sein möchte“.

Zusammen mit ihrer Tochter Anika flog sie deshalb nach Temeschwar (rumänisch: Timisoara) im Westen Rumäniens. Von dort aus ging es in die nahegelegene Stadt Arad, wo unser Partner, die Fundatia Alpema eine Armenapotheke betreibt. Schon sehr lange arbeitet humedica mit der Fundatia zusammen, und seit einigen Jahren verteilt Chefin Florica Albu auch „Geschenke mit Herz“ an die vielen Kinder, die in der Region mit den Konsequenzen struktureller Armut auf dem rumänischen Land leben müssen.

Florica Albu von unserem rumänischen Partner ist glücklich, dass sich die Kinder über "Geschenke mit Herz" freuen. Foto: Sonja Besendörfer

„Wir sind begeistert von der Gastfreundschaft, die uns entgegen gebracht wurde“, schwärmt Sonja Besendörfer. „Wir wurden unglaublich herzlich aufgenommen.“ 2500 Weihnachtspäckchen verteilten Florica Albu und ihre Helfer in diesem Jahr an bedürftige Kinder in Waisenhäusern, Kindergärten und Schulen. „Ich hätte nicht gedacht, dass da so eine wahnsinnige Organisation hinter steckt“, erzählt Sonja Besendörfer.

Zusammen mit ihrer Tochter Anika durfte Sonja Besendörfer bei allen Verteilungen mit dabei sein. „Oft haben uns die Kinder schon erwartet und haben uns zur Begrüßung ein Lied gesungen“, sagt sie. „Es war sehr emotional.“

Vor allem die Lebensbedingungen der Menschen haben bei Sonja Besendörfer einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. „Wir sind auch zu den Menschen nach Hause gefahren, um Päckchen zu verteilen. Ein Großteil der Empfängerfamilien sind Roma. Die Kinder leben dort in einem unvorstellbaren Elend“, erzählt sie.

Sonja Besendörfer fühlt sich durch ihre Reise bestärkt, die Aktion weiter zu unterstützen. „Man kann die Situation in Rumänien nicht ändern“, sagt sie. „Aber man kann den Kindern, die in bitterer Armut leben müssen, eine große Freude machen.“ Das hat sie mit eigenen Augen erleben dürfen. „Es ist wichtig weiter zu machen“, da gibt es für sie keinen Zweifel. „Die Kinder warten doch im nächsten Jahr auf die Päckchen.“

Die Kinder freuen sich über die "Geschenke mit Herz". Foto: Sonja Besendörfer