Unser „Geschenk mit Herz“-Team ist für Euch da!Schreibt uns(0)8341 966148-60(0)151 71827985
Spenden

Der Blick in die Weihnachtspäckchen-Werkstatt

von LKO, 20.11.2015

Mit einer klassischen Lagerhalle hat die Päckchenzentrale von „Geschenk mit Herz“ im bayerischen Kaufbeuren in diesen Tagen nur wenig zu tun: Während sich im Rest des Jahres die verschiedensten Hilfsgüter in den Hochregalen stapeln, erblickt man seit dem Startschuss der Weihnachtspäckchenaktion nur noch große, mit bunten Geschenken gefüllte Kartons, zwischen denen sich jede Menge ehrenamtliche Helfer tummeln.

Das Treiben in der Halle hat inzwischen Tradition und ist entgegen dem ersten Anschein bis ins letzte Detail durchorganisiert: Seit 2003 sortieren von Anfang November bis Mitte Dezember täglich rund 40 ehrenamtliche Helfer und zahlreiche Mitarbeiter von „Geschenk mit Herz“ zehntausende bunte Weihnachtspäckchen.

Alle Packerl, die durch die ehrenamtlichen Fahrer von den Sammelstellen abgeholt werden, kommen zuerst in die große Lagerhalle. Dort wird jedes einzelne Geschenk auf den sogenannten Sortierstraßen angesehen: Die Helfer kontrollieren, ob die Päckchen vollständig sind und auch ob sie nichts Falsches oder sogar etwas Gefährliches enthalten. Als oberstes Gebot gilt dabei, die Geschenke nach Möglichkeit genau in dem Zustand zu lassen, in dem sie auch gepackt wurden. Schließlich hat sich jeder Päckchenpacker genaue Gedanken darüber gemacht, wie er einem bedürftigen Kind am besten eine Freude machen kann.

Nach dem Blick ins Päckchen, werden alle Geschenke nach Alter und Geschlecht des beschenkten Kindes sortiert und in große Pappkartons verladen. Dort warten sie dann auf den Lastwagen, mit dem sie sich auf die große Reise zu Kindern in Not machen.

Während also die kontrollierten Packerl auf ihre Abfahrt warten, geht das Treiben in der Halle weiter. Neue „Geschenke mit Herz“ erreichen die Sortierstraßen und werden durchgesehen. Falls hier und da mal etwas fehlen sollte, stehen an der Hallenwand etliche Kartons mit Zahnbürsten, Schulheften und Co., aus denen sich die Helfer bedienen und die Päckchen ergänzen können. Seifen, Shampoos und alles was nicht auslaufen oder nass werden darf, werden zugeklebt oder in kleine Tüten verpackt. Kaputte oder nicht beklebte Kartons werden ausgetauscht oder liebevoll repariert. Schließlich soll jedes Kind ein gleich schönes Geschenk erhalten.

Dass ein „Geschenk mit Herz“ jedoch einmal grundlegend verbessert werden müsse, kommt so gut wie nie vor, erklärt Mitorganisatorin Roswitha Bahner-Gutsche: „Die große Mehrheit der Päckchen ist perfekt gepackt. Nur hier und da ergänzen wir mal eine Mütze und ein Shampoo, oder tauschen ein deutsches Buch durch ein Spielzeug aus.“

Für die vielen Helfer ist der Blick in ein neues Päckchen, der schönste Teil der Arbeit. „Man weiß nie, was sich unter dem Deckel versteckt und ich bin immer wieder überrascht, mit wie viel Liebe und Aufmerksamkeit die Menschen ihre Päckchen füllen.“, erklärt die Ehrenamtliche Claudia Beck-Knoll, die „Geschenk mit Herz“ seit Jahren tatkräftig unterstützt. „Ich bin mir sicher, dass die Päckchen für jede Menge strahlende Kinderaugen sorgen werden.“

Und wer mal eine Pause vom Durchsehen der Pakete machen möchte, der gönnt sich in der Kaffee-Ecke einen heißen Cappuccino oder ein belegtes Brötchen. Allzu lange bleibt dort jedoch keiner der Helfer sitzen. Schließlich könnte man ein toll gepacktes „Geschenk mit Herz“ verpassen.