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Wie viel? Wie lang, wie weit?

Die „Geschenk mit Herz“-Abholfahrten in Zahlen

von Jasmin Eigemann, 10.12.2014

Unsere „Geschenk mit Herz“-Aktion neigt ebenso wie das Jahr langsam dem Ende zu. Zwar sortieren noch immer viele freiwillige Helfer bis zu 4000 Päckchen täglich, doch viele Geschenke haben bereits den Weg nach Osteuropa gefunden und die ersten Päckchen wurden bereits verteilt. Zeit für eine erste Bilanz und einen intensiveren Blick auf erstaunliche Ergebnisse, die wir gemeinsam mit vielen Päckchenpackern, Sammelstellen und Helfern in Kaufbeuren erreichen durften.

Besonders eindrucksvoll ist die Leistung der Fahrer. Als freiwillige Helfer haben sich viele von ihrer Arbeit frei genommen, um „Geschenke mit Herz“ aus allen Ecken in Bayern abzuholen. Von Aschaffenburg bis Füssen, von Passau bis Memmingen haben sie das immerhin 70.550,19 Quadratkilometer große Bayern durchfahren.

Unser für die Routenplanung und Fahrerbetreuung verantwortliche „Geschenk mit Herz“-Logistiker Carsten Bubbich hat für uns seine Statistik ausgewertet und einige Fragen rund um die Abholfahrten beantwortet.

1. Wie viele Fahrer waren insgesamt unterwegs?

Knapp 100 Fahrer haben die Päckchen abgeholt. Die Fahrer sind immer zu zweit unterwegs; Päckchen lassen sich leichter verladen, die Gesamtbelastung ist bei Zweien einfach geringer.

2. Wie viele Fahrten hatte ein Fahrer durchschnittlich?

Zwei Einsätze hatte jeder Fahrer im Durchschnitt. Besonders engagierte Fahrer waren sogar bis zu neun Fahrten unterwegs.

3. Wie viele gefahrene Kilometer sind die Fahrer pro Tag und insgesamt gefahren?

Die Fahrer waren insgesamt 1.400 Stunden unterwegs und fuhren dabei 360.000 Kilometer. Pro Tag bedeutet das durchschnittlich 234 Kilometer auf neun Stunden Wegzeit.

4. Wie viele Päckchen wurden durchschnittlich pro Tag und Fahrt abgeholt?

Trotz einer gewissen Schwankung holten wir pro Tag im Durchschnitt 7.400 Päckchen ab. Das sind rund 17 Tonnen, wenn man 2,3 Kilogramm pro Päckchen rechnet.

5. Wie viele Orte wurden angefahren?

Insgesamt haben wir bei 151 Fahrten 678 Orte angefahren.

6. Was waren die häufigsten unvorhergesehenen Probleme, wie etwa Staus, Baustellen oder auch ein nicht eingehaltener Abholtermin?

Im Rückblick gab es kein spezielles Problem. Zwar sind immer wieder auch Staus aufgetreten oder eine Sammelstelle war durch eine Baustelle versperrt, aber das war eher selten. Deutlich häufiger wurden wir mit dem Problem konfrontiert, dass die Sammelstellen mehr Päckchen als erwartet bekommen hatten.

Dann mussten die Fahrer wegen Überladung früher als gedacht zum Lager zurückkehren, um Päckchen abzugeben. Das hat den unseren Routenplan durcheinander gebracht und Zeit gekostet. Im Grunde war dieses Problem aber eines der schönsten, das man haben kann.

7. Worüber haben sich die Fahrer besonders gefreut oder auch geärgert?

Große Freude bereitet allen Fahrern, die sich freiwillig gemeldet haben, die Freude in den Augen der vielen päckchenpackenden Kinder, die ihr Geschenk mit großem Stolz abgeben. Auch die Freundlichkeit der verantwortlichen Menschen in den Sammelstellen bleibt in Erinnerung.

Ärgerlich ist das hohe Verkehrsaufkommen in München und der berüchtigte Nebel auf dem Heimweg.

8. Wie lang hat für dich die Planung gedauert?

Für die eigentliche Planung der Fahrten habe ich ungefähr zwei Wochen gebraucht. Dann habe ich mich mit den Fahrern getroffen und die Fahrten abgesprochen, diese Verteilung hat noch einmal zehn Tage gedauert, also insgesamt dreieinhalb Wochen.

Nicht berücksichtigt ist dabei die Zeit von meinen Kollegen aus dem „Geschenk mit Herz“-Team, die die Daten der Sammelstellen in unser Betriebssystem eingepflegt haben, auf die ich natürlich massiv angewiesen war.

9. Was war das schwierigste Element bei der Planung?

Den Überblick zu behalten, während man versucht die 1370 Sammelstellen, die 151 Touren und die 100 Fahrer möglichst effizient aufeinander abzustimmen.

10. Was war deine Aufgaben als Logistikers während der Abholzeit?

Während der gesamten Abholphase war ich natürlich enorm beschäftigt. Das fing mit der Vorbereitung der Materialien (Tourenplan, Abrechnungen, Navis) an. Dann natürlich die Übergabe und Entgegenahme der Fahrzeuge und die Betreuung der Fahrer während ihrer Touren. Je nachdem musste ich mich um auftretende Probleme kümmern, wie Verspätungen, Überladungen und falsche Adressen.

Insgesamt war ich täglich von 7 Uhr in der Früh bis 21 Uhr abends erreichbar. Hinzu kamen dann noch Absprachen mit unserem Lager und den Zwischenlagern um sicherzustellen, dass immer genügend Päckchen zum Sortieren da sind und zugleich die Kapazität des Hauptlagers und der Zwischenlager nicht überschritten wird.

Impressionen von den Abholfahrten