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Lebensfroh, entspannt und gastfreundlich

Eindrücke aus Brasilien

von Rebecca Groß/Martina Zelt

Für drei Monate war Rebecca Groß in Brasilien, um in den humedica-Projekten mitzuarbeiten. Vieles erscheint anders in dem südamerikanischen Land. Die Menschen lachen mehr, der Gottesdienst ist lebendiger und sogar Reis mit Bohnen, das landestypische Gericht, hat Rebecca lieben gelernt.

Auch Weihnachten verbrachte sie weit weg von Zuhause. Bei der „Geschenk mit Herz“-Verteilung wirkte Rebecca von Beginn an mit. Im Interview mit ihr bekommen wir bunte Einblicke in ein spannendes Land:

Liebe Rebecca, du konntest die Arbeit von humedica in Brasilien gut kennenlernen. Welche Projekte gibt es dort?

humedica betreibt eine Kindertagesstätte für ungefähr 250 Kinder aus armen Familien. Dort habe ich rundum mitgeholfen. Außerdem gibt es das Patenschaftsprogramm für Familien, wodurch Kinder und Eltern mit Nahrung, Bildung und medizinischer Versorgung unterstützt werden.

Warum wolltest du unbedingt nach Brasilien?

Als ich vor vier Jahren das erste Mal dort war, habe ich die freundlichen und hilfsbereiten Menschen sofort ins Herz geschlossen. Ich sage immer, dass es für mich Liebe auf den ersten Blick war. Mit der Zeit hat sich die Idee nach dem Abitur nach Brasilien zu gehen verfestigt.

Was hat dich am meisten während deiner Zeit in Brasilien begeistert?

Dass ich von Beginn an herzlich aufgenommen wurde. In meiner Gastfamilie war ich kein Gast, sondern ein Familienmitglied. Mein Gastvater sagte immer ich sei seine ‚älteste Tochter aus Deutschland’.

Wenn du die brasilianische Mentalität in drei Worten beschreiben müsstest, welche wären es?

Lebensfroh, entspannt, gastfreundlich.

Du hast die Verteilung der „Geschenke mit Herz“ direkt miterlebt. Was war dabei deine Aufgabe?

Anfang November haben wir bereits alles eingekauft. Meine Aufgabe war es die Geschenke zusammenzustellen. Ich teilte die Stifte auf die verschiedenen Geschenktüten auf und auch die anderen Dinge fanden ihren Platz. Bei der Verteilung war ich auch direkt dabei und habe geholfen, dass die Kinder ihre Weihnachtsfreude bekommen.

Wie lief die Verteilung ab?

Für die Kinder der Tagesstätte haben wir eine kleine Weihnachtsfeier organisiert. Es wurden Lieder gesungen und Kuchen gegessen und in diesem Rahmen bekamen die Kleinen ihr Geschenk, über das sie sich riesig gefreut haben.

Auch viele arme Kinder der umliegenden Schulen erhielten ein Weihnachtsgeschenk. Dafür fuhren wir in einem Geländewagen zu den Schulen. Die Fahrt war spektakulär, da alle Geschenke sowie der verkleidete Weihnachtsmann und die anderen Helfer auf der offenen Ladefläche standen.

Als sich das Auto der jeweiligen Schule näherte, haben uns die Kinder bereits lautstark mit Jubel und Gesang begrüßt. Sie haben sich schon lange auf die Verteilung gefreut. Es liegt in der brasilianischen Mentalität Freude und Begeisterung frei auszudrücken und so war der Empfang der Päckchen sehr lebendig.

Was genau enthielten die „Geschenke mit Herz“?

Je nachdem, ob für ein Mädchen oder einen Jungen, enthielt die Geschenktüte ein Kuscheltier oder einen Fußball. Die Kleinsten bekamen eine Puppe oder ein Spielzeug-Auto. Alle „Geschenke mit Herz“ erhielten zudem Stifte, eine Zahnbürste, einen Block und Süßigkeiten.

In Deutschland bekommen Kinder oft sehr viele Geschenke. Wie sieht das in Brasilien aus?

Die Kinder der Tagesstätte und des Patenschaftsprogramms kommen aus sehr armen Verhältnissen. Die meisten Eltern möchten ihren Kindern zwar gerne ein Geschenk kaufen, können es sich aber nicht leisten. Besonders in den kinderreichen Familien reicht das Geld hierfür nicht und so war das „Geschenk mit Herz“ für viele Kinder das einzige Weihnachtsgeschenk.

Unter welchen Umständen leben diese Familien?

Die Familien leben in Armenviertel, die Eltern können ihre Kinder oft kaum ernähren und die Häuser sind in schlechtem Zustand. Viele sind noch nicht fertig gebaut und so leben die Menschen teils mit offenen Dächern und Wänden. In Brasilien fängt man einfach an zu bauen und man baut so lange das Geld reicht. Meist reicht es eben nicht.

Wie wird Weihnachten in Brasilien gefeiert?

Ich hatte das Gefühl, dass es vor allem darum geht mit der Familie zusammen zu sein, zu essen und Gemeinschaft zu erleben. Hier mag das ähnlich sein, aber es gibt so viel, das ablenkt. In Deutschland rückt der Kern des Festes manchmal in den Hintergrund.

Gibt es etwas, was du von den Brasilianern gelernt hast und das du mit nach Deutschland gebracht hast?

Nicht alles so negativ sehen und einfach mal lachen!

Vielen Dank. Wir wünschen Dir alles Gute für deinen weiteren Weg!

Werden Sie Teil unserer Hilfe für bedürftige Familien in Brasilien und übernehmen Sie eine Familienpatenschaft! Diese wertvolle Unterstützung schlägt Wellen und verbessert das Leben der Kinder nachhaltig, da eine Patenschaft einen Weg aus der Spirale von Armut und Mangel an Bildung bedeutet. Vielen Dank!

      humedica e. V.
      Stichwort „Familienpatenschaften“
      Konto 47 47
      BLZ 734 500 00
      Sparkasse Kaufbeuren

Diese Kulleraugen strahlten besonders, als diese Kleine ihr "Geschenk mit Herz" in den Händen hielt. Foto: humedica