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„Na godé humedica!“

Dankesworte der Kinder im Niger

von Tanja Osterried/ DWA, 07.02.2013

Die Geschenkverteilung im Niger wurde Anfang Januar beendet. 1.402 gepackte Schulrucksäcke bedeuten nun für viele der Kinder den Start in ein Leben, das vielleicht sogar erstmals Zugang zur Bildung bietet, wie uns Tanja Osterried von „Hosanna Institute of the Sahel“ berichtet, die bei den Verteilungen an zwölf verschiedenen Schulen in den drei Gebieten dabei war:

„Auch im Jahr 2012 wurden wir wieder von humedica gefragt, ob wir die Weihnachtspäckchenaktion hier im Niger durchführen können. Unsere Antwort war klar und eindeutig: „Ja, auf jeden Fall!

Niger gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Es kämpft mit einer Analphabetenrate von 80 Prozent. Was läge also näher, als Projekte durchzuführen, die die Kinder zum Schulbesuch ermutigen und dabei unterstützen. In genau diesen Bereich fiel die Weihnachtspäckchenaktion, mit der humedica das „Hosanna Institute of the Sahel“ bereits zum vierten Mal bedachte.

Hierbei werden Schulranzen mit sinnvollem Inhalt als Weihnachtsgeschenk an Kinder in sehr armen, ländlichen Gebieten verteilt. Dieses Jahr konnten wir – dank der Unterstützung von humedica – über 1.400 Schulranzen verteilen.

Zunächst musste das Material eingekauft, die Schulranzen aus Plastikverpackungen befreit und mit Bleistiften, Buntstiften, Kugelschreibern, Seifen und Keksen bestückt werden. Dies ist immer eine fröhliche Gemeinschaftsaktion von verschiedenen ehrenamtlichen und angestellten Mitarbeitern bei Hosanna.

Drei Tage lang wurde gepackt. Danach standen viele große Säcke mit den befüllten Schulranzen für den Transport in drei verschiedene Regionen Nigers bereit, in denen Hosanna bereits mit verschiedenen humanitären Projekten aktiv ist.

Zuerst machte sich eine Delegation nach Baraoutaoua, zu zwei Dörfern 620 Kilometer östlich von Niamey auf. Hier verteilte das Team 249 Schulranzen an die Grundschüler. Viele der Kinder hielten das erste Mal einen Schulrucksack in Händen – bislang wurde bei ihnen alles auf dem Kopf, oder mit der Hand getragen, sodass das Tragegefühl auf dem Rücken für sie ein ganz neues war.

Der Schuldirektor betonte, dass diese Aktion eine große Ermutigung für die Kinder sei und auch die Eltern sehr ermutigen würde, ihre Kinder zur Schule zu schicken. In dieser Region herrscht, wie auch in vielen anderen, eine hohe Bildungsresistenz. Insbesondere den Mädchen wird oft der Schulbesuch verweigert; meist werden sie bereits im Teenageralter verheiratet.

Die Verteilung in der ersten Schule ging folgendermaßen vor sich: Unser Mitarbeiter Abdoulaye Ousmane und der Schuldirektor prüften zuerst die Anwesenheit der Schüler. Danach betraten die Hosanna Mitarbeiter Rabiou und Dr. Idi, zusammen mit dem Direktor den Klassenraum, in dem die Kinder an ihren Schulbänken saßen und schon gespannt auf die Überbringer mit den Geschenken warteten.

Durch die Fenster des Klassenraumes schaute das Dorf bei der Verteilung an die Schüler in Baraoutaoua zu, um das außergewöhnliche Geschehen auch mitverfolgen zu können. Die Schüler hüpften auf und riefen alle laut durcheinander: „Na godé humedica!“ – „Danke humedica!“

Der nächste Halt wurde in der Region Tera gemacht, wo die Mitarbeiter von Hosanna 1.017 Schulranzen an zehn verschiedenen Schulen verteilten. Auch hier wurde die Aktion sehr, sehr begrüßt. In dem Dorf Ingui, in dem Hosanna schon mehrere Projekte hat, waren die Schülerzahlen sogar höher, als zu Schulbeginn von den Behörden angegeben. So besorgten wir nochmals 86 Schulrucksäcke, sodass auch wirklich alle Schüler in Ingui das Geschenk erhielten.

Bei der Verteilung waren viele Vertreter der örtlichen Behörden anwesend, um die Wichtigkeit dieser Aktion zu unterstreichen und ihren Dank den Geschenkgebern und somit humedica auszudrücken. Vielen, vielen Dank! Es ist so wichtig, die Kinder zum Schulbesuch zu ermutigen. Eure Weihnachtsgeschenkaktion macht wirklich einen Unterschied!

Es wäre schön dieses Projekt öfters durchführen zu können, vielleicht auch in anderen Dörfern und Regionen, da es sehr viel bewirkt und das Potenzial hat, die Bildung im Niger langfristig voranzutreiben.

Jetzt haben wir noch 50 Schulranzen, die heute, am 17. Januar 2013 mit unserem einheimischen Mitarbeiter Maoudé in das sehr abgelegene Wodaabé Dorf Assokomar gelangen. In diesem Volksstamm ist die Schulbildung besonders gering und wir hoffen, auch hier etwas bewirken zu können.

Vielen, vielen Dank an humedica und allen Spendern für diese Weihnachtsgeschenke für die Kinder im Niger! Für jedes einzelne Mädchen und jeden einzelnen Jungen bedeutet es sehr viel und kann es eine große Veränderung bewirken!“