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Puppen, Autos, Stifte, Süßigkeiten & Co brachten Weihnachten auch nach Haiti

von Jaqueson el Fabre, Damaris Walter, 24.01.2013

Jacqueson el Fabre ist unser Familienpatenschafts-Koordinator von Haiti und berichtet über die Reise der 469 Geschenkpäckchen, die von „Geschenk mit Herz“-Geldern im Land gepackt und an die haitianischen Kinder in verschiedenen Gegenden verteilt wurden.

„Wie geplant, hatten wir bis 7. Dezember alle Weihnachtspäckchen in unserem Lager untergebracht. Als die Verteilung anstand, gingen wir folgendermaßen vor: Die Kinder des Familienpatenschaftsprogrammes in Espoir bekamen ihre Geschenke am 18. und 19., die Kinder aus Laplaine am 24. Dezember.

Madame Gladys Thomas plante, die Verteilung der Geschenke an die Kinder in Tapio und dem Kinderdorf sowie der Krankenstation von FEH (franz. „Organisation für Kinder in Haiti“) ebenso am 24. Dezember durchzuführen.

Unglücklicherweise konnte das Programm in dem Kinderdorf aber nicht ganz wie geplant stattfinden, aufgrund des plötzlichen Todes einer geliebten Person der Kinder, die sozusagen als „Pionier“ der Arbeit von FEH galt. Alle waren sehr betroffen.

Das also war der Grund für die ungewöhnliche Stille, die das Dorf an diesem Tag ausfüllte. Die Kinder bekamen ihre Geschenke und trotz der etwas gehemmten Stimmung konnten die Kinder den Kuchen, die Pasteten und die Getränke genießen, die wir für die Weihnachtsfeier besorgt hatten. Die Kinder mit Behinderung bekamen spezielle Geschenke. Alle freuten sich aber sehr über die Päckchen – trotz des traurigen Zeitpunktes!

Am 24. reiste außerdem Père Bien-Aimé, in Begleitung von Dr. Gousse, an, um die Kinder in dem Dorf zu besuchen und um alles Vorbereitete für die Feier und jene Päckchen abzuholen, die wir für die Kinder in Tapio gepackt hatten.

Die kleinen Patienten der Krankenstation bekamen ihre Päckchen am 20. Dezember. Die Freude war riesig und die Stimmung einiges ausgelassener und entspannter, als im Kinderdorf. Die Kleinen versammelten sich und nach Gebeten sangen und tanzten sie, und sagten Gedichte auf, bevor sie ihre Geschenke bekamen.

Jedes Kind bekam ein Paket von humedica, sowie Getränke, Kuchen und Pasteten. Es war sehr bewegend und machte richtig Spaß, das Glück der Kinder mitzubekommen und sie beim entdecken der Schätze in dem Päckchen beobachten zu können.

Auch die Stimmung in Espoir war etwas gehemmt, weil viele der Menschen die gestorbene Person gut kannten, aber trotz der erschwerten Umstände verlief alles gut.

Wir versammelten die Kinder mit ihren Eltern, wie es auch bei Lebensmittelverteilungen immer gemacht wird, um sie nacheinander aufrufen und beschenken zu können. Alle waren sehr hübsch gekleidet.

Nach den Gebeten hatten wir noch Zeit miteinander zu plaudern und uns frohe Weihnachten zu wünschen, bevor wir mit der Verteilung begannen. Einige der Eltern halfen, die Köstlichkeiten herzurichten und zu servieren, die wir anbieten wollten. Auch diejenigen, die unpünktlich kamen, durften nicht vergessen werden. Das klappte alles prima.

Unsere letzte große Weihnachtsverteilaktion fand am 24. Dezember in Laplaine statt, wo sich alle in der Kirche zusammenfanden, um ihre Päckchen zu bekommen oder um das Spektakel mitzuerleben.

Während seiner Mutter der schmerzliche Verlust einer geliebten Person noch ins Gesicht geschrieben steht, kann ihr kleiner Sohn (links) sein Glück über das Geschenk kaum fassen. Foto: humedica/Jacqueson Elfabre

Alle Anwesenden kamen pünktlich, nur wir selbst steckten im Verkehrschaos fest und so fing die Verteilung 25 Minuten später als geplant an, was die Menschen aber glücklicherweise nicht besonders störte.

Wir gingen ähnlich vor, wie im Hôpital Espoir: Einige Volontäre der Familien halfen, zusammen mit dem humedica-Team mit, das Essen vorzubereiten und zu servieren. Wie auch in der vorigen Stadt, hatten wir noch kurz Zeit, uns zu unterhalten und zu beglückwünschen, bevor gebetet wurde und die Verteilung begann.

Wir gaben die Päckchen aus, indem wir jede Familie mit Kindern ausriefen, sie unterschreiben ließen und Fotos von den Beschenkten mit den Päckchen machten. Alle waren glücklich, vor allem aber die Kinder. Ihre Freude war unbeschreiblich groß.

Die Familien gaben uns sogar Briefe, Zettel und sogar Geschenke, als Zeichen der Dankbarkeit für die Sponsoren, die sie all die Zeit über unterstützt haben. Herzlichen Dank!“