Geschenk mit Herz

Fünf Tage mit Transportern durch Rumänien

von Ruth Bücker, 18.12.2009
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6.000 „Geschenke mit Herz“ wurden dieses Jahr für notbedürftige Kinder in Rumänien gepackt und auf den Weg gebracht. Erlebnisse, Eindrücke und Emotionen schrieben die Fahrer nach ihrer Rückkehr nach Deutschland nieder. Ihre Berichte machen ein weiteres Mal deutlich, was „Geschenke mit Herz“ bewirken können und wie viel Freude die Kinder mit den Weihnachtspäckchen erreicht.

Christoph Herrmann: 6.000 Geschenke der Freude für Rumänien

Am Samstag den 05.12.2009 um 5.30 Uhr sind wir mit zwei Transportern vom Rhein Main Gebiet in Richtung Rumänien gestartet. Vor uns liegen etwa 1.900 Kilometer, welche wir in zwei Tagen hinter uns bringen wollen.

Unser Ziel ist Dorohoi, das sogenannte Armenhaus Rumäniens im Norden an der Grenze zur Ukraine, wo wir für fünf Tage die staatlichen Schulen und Kindergärten besuchen und die 6.000 Päckchen aus Deutschland, die von humedica zur Verfügung gestellt wurden, an die Kinder verteilen werden.

Unsere Anlaufstelle in Dorohoi ist das Kinder- und Schuldorf von HCI (Hope for Children International) e.V., wo wir mit einer großen Herzlichkeit und Fürsorge aufgenommen werden. Die Mitarbeiter von HCI haben die Logistik für die vor uns liegenden Tage perfekt vorbereitet und geplant, so dass wir uns am Montag Morgen nach dem Beladen der Fahrzeuge auf den Weg zu den Kindern machen können.

Rumänien ist von starken Gegensätzen geprägt. Neben neuen Häusern (Standard von außen wie in Deutschland) stehen bewohnte Hütten, die wir in Deutschland höchstens als Hühnerstall verwenden würden. In der ländlichen Region gibt es kein fließendes Wasser oder ein Abwassersystem. Über einen Brunnen vor dem Haus oder in der Dorfmitte versorgen sich die Rumänen mit Ihrem täglichen Wasserbedarf.

Sicherlich die Hälfte aller Fahrzeuge im Straßenverkehr würden in Deutschland keine TÜV Plakette erhalten. In der ländlichen Region ist das einzige Transportmittel ein offener Anhänger mit einem PS ohne jegliche Beleuchtung und Sicherheitsvorkehrungen. Das PS ist hier wörtlich gemeint: das Zugtier ist ein Pferd!

Der Zustand der Straßen ist weitestgehend schlecht, teilweise mit Schlaglöchern die bis zu 50 cm tief sind, wobei in der ländlichen Region nicht einmal Asphalt aufgetragen ist, so dass diese bei schlechtem Regenwetter teilweise unbefahrbar sind.

Unter diesen Umständen haben wir dann fünf Tage die Weihnachtspäckchen in den Schulen und Kindergärten verteilt.
Für manch ein Kind war dies das einzige Geschenk in diesem Jahr.

Die Freude in den Kinderaugen, das glückliche und laute Jubeln beim Verteilen und Auspacken war unbeschreiblich groß. Uns Verteilern hat dies einmal mehr die Wichtigkeit dieser Aktion bestätigt.

Danke an die vielen Menschen, die in unterschiedlichster Weise einen Beitrag an diesem Projekt der Nächstenliebe geleistet haben, damit 6.000 Kinder in Rumänien eine Freude erleben durften.

Die Kinder im Kindergarten in Dorohoi packten begeistert ihre Weihnachtspäckchen aus. Foto: humedica

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